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Halle 3:
Name: “Doppelhalle Tondern”, ab 09.11.1915 “TOSKA” System: M.A.N., feste Doppelhalle Baubeginn am Platz: Mitte Februar 1915 Datum der Notbelegungsfähigkeit: 10.09.1915 (mit Osttor) Datum der Fertigstellung: 17.01.1916 (mit zwei Toren nach Verlängerung) Datum der Abnahme: 10.09.1916 Datum der ersten Belegung: 16.11.1915
Außenmaße (Länge x Breite x Höhe in m): 180/242 x 73 x 42 Nutzbare Innenmaße (Länge x Breite x Höhe in m): 180/242 x 60 x 35 Himmelsrichtung: rechtsweisend Ost - West Anzahl der Tore: 2 feste Schiebetore (Handkurbelantrieb) Ausfahrbahn: beidseitig Dreifachstränge mit 250 m Länge Nutzbar für folgende Luftschifftypen:
- L3 - L20 - SL3 - SL8 - alle Pralluftschifftypen - nach Fertigstellung der Verlängerung (17.01.1916) für alle während des Krieges gebauten Luftschiffe
Einige Bilder aus der Zeit des Krieges:
L54 bei der Einfahrt in TOSKA
L 24 bei der Einfahrt in TOSKA
L30 in TOSKA
Folgende Bilder, die im wesentlichen aus der Nachkriegszeit stammen, lassen die Größe von TOSKA erahnen:
Seitenansicht I von TOSKA (Postkarte)
Seitenansicht II von TOSKA
Seitenansicht III von TOSKA
Blick auf die großen, stirnseitigen Schiebetore
Blick auf das Dach von TOSKA (bitumenbeschichtete Dachelemente)
Original Dachelement im Zeppelin-Museum
Man erkennt noch die Bitumenschicht, die einmal das ganze Dach bedeckte.
Ein Blick in das Innere der Halle läßt ihre Größe erahnen. Am Boden sind die Schienen der Laufkatzen an denen die Zeppeline zum Ein- und Aushallen befestigt wurden, zu erkennen. Überreste dieser Schienenbahnen finden sich auch heute noch auf dem ehemaligen Gelände. Zur Beleuchtung der Halle dienten große, mehrfadrige Glühbirnen der Firma AEG. Eines dieser seltenen Exemplare ist auch heute noch im Zeppelin-Museum in Tondern zu sehen.
Beleuchtete Halle nach Kriegsende
AEG-Glühbirne im Museum
In den ehemaligen Führungskanälen der Laufkatzen findet man noch heute Reste des der Eternitverkleidung, des Dachmaterials, des weißen Seitenfensterglases sowie des gelben Drahtglases der Dachfenster. Toska verfügte über 118 Fenster mit 12 teiligen Fensterrahmen von ca. 6,5 x 2,25 m. Die gelbe Einfärbung des Glases sollte die empfindliche Baumwollbespannung der Luftschiffe vor der zersetzenden Wirkung des ultravioletten Lichts schützen.
Drahtglasreste
Eternitreste der Seitenverkleidung
In Summe ergaben das Stahlgerüst einschließlich der Tore, alle Fenster mit ihrem Glas, die Eternitverkleidung sowie die Dachplatten ein Gewicht der gesamten Halle von mehr als 3000 t!
Blick in die Halle (nach Kriegsende)
Einige Reste der Halle TOSKA sind heute im Zeppelin-Museum ausgestellt. So finden sich Teile von Trägern, Versorgungsrohren, Schienen sowie Sieldeckeln vom Luftschiffhafen-Gelände.
Überreste von TOSKA im Zeppelin-Museum
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